Top 5 Tipps für die Cloud

Top 5 Tipps für die Cloud:
Top 5 Tipps für die Cloud
Die sogenannte “Cloud” wird immer populärer. Fast alle Cloud-Services bieten kostenlose Basis-Konten an und dementsprechend kann fast jeder Internet-User bereits ein Stückchen Wolke sein Eigen nennen. Jedoch weiss nicht jeder, was man alles mit der persönlichen Datenwolke machen kann.
Dass eine Cloud viel mehr sein kann als nur ein Speicherplatz im Internet, zeigen wir euch auf den folgenden fünf Seiten dieses Artikels und natürlich auch im Zuge der Themenwoche: Daten in der Cloud.

Top 5 Tipps für die Cloud: Die Cloud als Backup

Die Cloud als Backup
Regelmäßige Backups der eigenen Daten sind unerlässlich. Am besten schützt man sich vor einem Datenverlust durch eine Kombination aus verschiedenen Backup-Methoden.
Es empfiehlt sich die “3-2-1-Regel”:

  • insgesamt drei Kopien/Backups der zur sichernden Dateien
  • auf mindestens zwei verschiedenen Speichermedien-Typen (Festplatte/DVD/Cloud)
  • ein Backup sollte “offsite” angelegt werden

Parallel zu lokalen Sicherungskopien (Onsite-Backups) sollten auch Offsite-Backups (bspw. Cloud) angelegt werden. Für Letzteres können natürlich auch Cloud-Services wie Dropbox, Skydrive, Google Drive, etc genutzt werden.
Da bei diesen populären Cloud-Diensten ein Speicherplatz-Upgrade in der Größenordnung einer Festplatte aber schnell ins Geld gehen kann, bieten sich für komplette Offsite-Backups spezielle Online-Backup-Dienste wie beispielsweise CrashPlan an. Ein detaillierter Vergleich von Backup-Anbietern findet sich hier.
Vorgerechnet:

  • Bei Dropbox kosten 500GB Cloud-Speicher umgerechnet ca. 40 Euro pro Monat.
  • Bei Crashplan gibts unlimitierten Online-Speicher (ausschließlich) für automatische Backups für 2,40 Euro pro Monat bzw. knapp 40 Euro im Jahr.

Was Offsite-Backups angeht, fährt man also mit spezialisierten Backup-Anbietern in der Regel preislich besser.

Begnügt man sich jedoch mit selektiven Backups, also der Sicherung von einzelnen Ordnern oder Dateien und nicht der ganzen Festplatte, können Dropbox und Co. natürlich eine günstigere bzw. kostenlose Alternative sein. Auch automatische Backups sind mit diesen Cloud-Diensten möglich.

Selektive Cloud-Backups mit Windows

Für Windows empfiehlt sich die Verwendung des Microsoft SyncToy. Dieses kostenlose Programm kopiert automatisch ausgewählte Ordner in einen anderen Ordner, in unserem Fall den lokalen Ordner des jeweiligen Cloud-Dienstes wie bspw. Dropbox, Skydrive, Google Drive, etc.. Von dort aus wird das Backup dann automatisch in die Cloud hochgeladen. Eine Video-Anleitung fürs SyncToy findet sich unter anderem hier.

SyncToy
SyncToy

Selektive Cloud-Backups mit OS X

Mac-User können auf den in OS X integrierten Automator zurückgreifen. Auch hiermit lassen sich Dateien bzw. Ordner automatisch in den lokalen Ordner des jeweiligen Cloud-Anbieters kopieren, von wo aus sie dann automatisch hochgeladen werden.

  1. Hierzu öffnen wir den Automator…
    Automator - selektive Cloud-Backups
    Automator – selektive Cloud-Backups
  2. …fügen die Aktionen “Angegebene Finder-Objekte abfragen” hinzu.

    Wählen hier den Ordner den wir gesichert bzw. in die Cloud kopiert haben wollen…

    Automator - selektive Cloud-Backups
    Automator – selektive Cloud-Backups
  3. …fügen “Finder-Objekte kopieren” zum Arbeitsablauf hinzu

    Wählen den Ziel- bzw. Cloud-Ordner, bspw. Dropbox

    Je nach Wunsch können wir auch “Vorhandene Dateien ersetzen” anhaken.

  4. Für mehrere Ordner wiederholen wir Punkt 2 und 3.
    Automator - selektive Cloud-Backups
    Automator – selektive Cloud-Backups
  5. Nun speichern wir diesen Arbeitsablauf bspw. im Dokumente-Ordner.
  6. Schlussendlich rechtsklicken wir auf unseren gespeicherten Arbeitsablauf

    – wählen “Öffnen mit Anderem Programm”

    – gehen in das Verzeichnis “System/Library/Core Services”

    – wählen hier “Automator Running” aus

    – Haken “Immer öffnen mit” an und klicken einmalig auf Öffnen.

  7. Fertig

Um diesen Arbeitsablauf jetzt automatisch zeitlich zu starten beziehungsweise zu steuern, erstellen wir mit iCal ein neues Event und geben als “Alarm-Funktion” diesen Arbeitsablauf an.

iCal Automator
iCal Automator
  1. Wir öffnen iCal.
  2. Erstellen ein neues Event mit Namen unserer Wahl (danach Rechtsklick auf das Event “Informationen”).
  3. Definieren Zeitpunkt und Wiederholungen.
  4. Unter “Hinweis” wählen wir “Datei öffnen” und wählen unseren zuvor gespeicherten Arbeitsablauf aus.
  5. Fertig. Jetzt wird unser Automator-Arbeitsablauf jedes Mal wenn dieses Event stattfindet gestartet.

Ein Backup der Cloud anlegen

Natürlich kann und sollte auch die eigene Cloud gesichert werden. Besonders bequem ist es natürlich wenn dies automatisch geschieht.

BackupBox
BackupBox

Mit Services wie BackupBox lassen sich beispielsweise alle Daten einer Cloud in eine andere Cloud oder auf einen FTP-Server duplizieren. Beispielsweise von Dropbox ins Google Drive oder umgekehrt. BackupBox unterstützt viele populäre Cloud-Dienste wie BoxDropboxGoogle DriveSkydriveSugarSync und eben auch FTP- sowie. sFTP-Server!

Top 5 Tipps für die Cloud: Die Cloud automatisieren – IFTTT und WappWolf

Die Cloud automatisieren
Wirklich nützlich kann die Cloud sein wenn man sie für einen arbeiten lässt. Kombiniert mit Servcies wie IFTTT oder WappWolf lässt sich die eigene Cloud quasi programmieren.
Beispielsweise lassen sich so automatisch alle favorisierten (like) Facebook- und Instagram-Fotos, Vimeo- und Youtube-Videos in die eigene Cloud übertragen ohne “Umweg” über den eigenen Computer.

IFTTT
IFTTT

Machbare Fallbeispiele:

  • Immer wenn ich auf einem Facebook-Foto markiert werde, soll dieses Foto in meine Dropbox gespeichert werden.
  • Jedes neue Foto welches ich auf Facebook hochlade, soll parallel in meiner Dropbox gesichert werden.
  • Alle meine Tweets sollen in meinen Evernote-Account archiviert werden.
  • Jedes Mal wenn ich mein Facebook-Profilbild ändere, soll es automatisch auch auf meinem Twitter-Profil geändert werden.
  • In E-Mails verlinkte Dateien automatisch in meine Dropbox hochladen.
  • Wenn ich Zuhause das Licht einschalte, ändere mein Facebook-Profilbild (passende Hardware vorausgesetzt).
  • usw.

Die Möglichkeiten der Automation mit IFTTT bzw. WappWolf sind fast unbegrenzt. Eine Dropbox lässt sich derzeit am besten mit IFTTT automatisieren. Für Google Drive empfiehlt sich WappWolf.
Wie man automatisch ein Backup der eigenen Instagram-Fotos in die Cloud ablegt, haben wir euch hier bereits gezeigt.

Top 5 Tipps für die Cloud: Die Cloud besser verwalten – otixo

Die Cloud besser verwalten
Nutzt man bereits mehrere Cloud-Dienste gleichzeitig oder hat dies vor, empfiehlt sich ein Blick auf otixo zu werfen. Mit diesem Dienst lassen sich mehrere Cloud-Konten diverser Anbieter parallel übersichtlich verwalten und im Grunde zu einer riesigen Cloud vereinen. Dateien können mit otixo zwischen den verschiedenen Cloud-Konten im Browser per Drag-and-Drop hin und her kopiert werden. Man könnte sagen, dass otixo eine “Kommandozentrale für die Cloud” ist.

otixo - Cloud-Verwaltung
otixo – Cloud-Verwaltung

Besonders hilfreich ist otixo wenn man mehrere kostenlose Cloud-Konten (eines oder mehrerer Anbieter) hat und diese verwalten möchte. otixo unterstützt bislang:

otixo - Cloud-Verwaltung
otixo – Cloud-Verwaltung
Dateien können mit otixo in die jeweilige Cloud hochgeladen, auf eine anderen Cloud verschoben oder kopiert, unbenannt, geöffnet, bearbeitet, versendet, heruntergeladen und gelöscht werden. Dabei unterstützt otixo auch Drag-and-Drop im Browser und lässt sich somit sehr einfach bedienen, vergleichbar mit dem Finder oder Explorer.

otixo - Cloud-Verwaltung
otixo – Cloud-Verwaltung

Der kostenlose Basis-Account von Otixo bietet monatlich 2 GB “Transfervolumen”. Speicherplatz bietet otixo logischerweise nicht, da man hiermit nur andere Cloud-Konten verwaltet. Kopiert man aber Dateien zwischen den einzelnen Clouds hin und her, verbraucht dies Transfervolumen. Für knapp 8 Euro im Monat gibts unlimitiertes Transfervolumen.
Weiter lassen sich Dateien aus der jeweiligen Cloud per otixo mit anderen otixo-User teilen und zusammen bearbeiten.
Besonders interessant für Profi-Anwender: Auf otixo (und alle damit verbundenen Clouds) kann man gebündelt auch via WebDav zugreifen! Dieses Feature ist kostenlos!
Bei der fast unüberschaubaren Anzahl an Cloud-Anbietern und deren stetig wechselnden Angeboten fällt die Entscheidung für einen einzelnen Anbieter nicht unbedingt leicht. Mit otixo kann man einfach mehrere Anbieter gleichzeitig nutzen und parallel verwenden (und so auch aus den kostenlosen Basis-Accounts der jeweiligen Anbieter mehr rausholen indem man diesen einfach zu einer großen Cloud kombiniert).

Top 5 Tipps für die Cloud: Die Cloud als Zweit-OS

Die Cloud als Zweit-OS
Unter dem Begriff “Cloud OS” versteht man in der Regel ein webbasiertes Betriebssystem welches vollständig im Webbrowser ausgeführt wird. In Zeiten, in denen Internetanschlüsse immer schneller und gleichzeitig günstiger werden, werden Cloud-Betriebssystem immer populärer. Bekanntestes Mitglied der Cloud-OS-Familie ist Googles Chrome OS bzw. Chromium OS. Weitere bekannte Anbieter sind beispielsweise Jolicloud, ZeroPC, iSpaces, Eye OS, Cloudo und CorneliOS.

Fast alle cloudbasierten Betriebssysteme lassen sich mit bekannten Cloud-Diensten wie Dropbox, Skydrive, Picasa, Flickr, etc verbinden. Der große Vorteil eines cloudbasierten Betriebssystem ist, dass es nicht so sehr auf lokale Hardwareresourcen angewiesen ist und von überall und jedem Computer, Smartphone oder Tablet aus auf das personalisierte Betriebsssystem mit allen benötigen Dateien und Programmen zugegriffen werden kann.
Fast alle Cloud-Betriebssysteme basieren auf den neusten Web-Technologien wie HTML5 und CSS3 und setzen dementsprechend die neusten Browser voraus. Dadurch sind aber auch Funktionen wie beispielsweise Drag-and-Drop möglich, die das gesamte Look and Feel der Cloud-Betriebssysteme sehr nah an traditionelle Betriebssysteme wie Windows, Linux und OS X heranbringen.
Zu viel darf man sich von aktuellen Cloud-Betriebssystemen aber nicht erwarten. Alle aktuellen Angebote richten sich derzeit noch primär an Office-Anwender.

Top 5 Tipps für die Cloud: Die Cloud sicherer machen

Die Cloud sicherer machen
Die “Cloud” im Allgemeinen gilt als relativ ausfallsicher. Immerhin befindet sich die eigene Datenwolke in der Regel nicht auf einem einzelnen Server irgendwo im WWW sondern auf einem Verbund von mehreren Servern. Fällt ein Server aus, springt automatisch ein anderer ein.
Ausfallsicher bedeutet aber natürlich nicht zugriffssicher. Dropbox und Co. behalten sich beispielsweise das Recht vor, auf die Daten des Users zuzugreifen beziehungsweise diese auf Verdacht an Regierungen weiterzugeben.
Erwähnenswerte Ausnahmen sind beispielsweise SpiderOak und Wuala. Beide Dienste verschlüsseln die Userdaten mit dem Userpasswort bereits vor dem Hochladen in die Cloud auf dem Computer des Users.
Und da nur der User selbst sein Passwort kennt, kann auch keiner außer der User selbst (auch nicht SpiderOak bzw. Wuala) auf dessen Daten zugreifen.
Gesagt sei auch noch, dass viele Cloud-Anbieter in den USA beheimatet sind und dementsprechend auf diesen Datenwolken dann auch US- und nicht EU-Datenschutzrecht gilt.
Wie kann man die eigene Cloud oder besser gesagt die persönlichen Daten in der Cloud vor fremdem Zugriff schützen? Das Zauberwort heisst Verschlüsselung bzw. zusätzliche Verschlüsselung. Zwar versprechen alle Anbieter die User-Daten zu verschlüsseln, doch wie bereits erwähnt kann so mancher Cloud-Anbieter theoretisch auch auf User-Daten zugreifen und diese weitergeben.
Dementsprechend sollte man besonders sensible Daten vor dem Hochladen in die Cloud lokal verschlüsseln und erst danach hochladen. Bei SpiderOak und Wuala ist dies natürlich nicht unbedingt nötig, da diese Dienste eine Verschlüsselung bereits integriert haben.
Nutzt man aber beispielsweise Dropbox oder einen vergleichbaren Dienst, kann man seine Daten mit TrueCrypt, BoxCryptor oder schlicht mit einem ZIP-Archiv verschlüsseln.

BoxCryptor ist speziell auf die Verschlüsselung von Cloud-Daten ausgelegt und funktioniert sehr gut in Kombination mit Dropbox. Darüber hinaus stehen BoxCryptor-Apps auch für Android und iOS zur Verfügung. Man muss also auch unterwegs nicht auf verschlüsselte Cloud-Daten verzichten.

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